Stark und ausgeglichen – die ProB Nord im Überblick

Veröffentlicht am Freitag, 29. September 2017

- Alle Gegner der MTV Herzöge im Kurzcheck


Die Favoriten: Einigkeit herrscht, wenn es um die Favoriten in der diesjährigen Meisterschaftsrunde geht. Von einem gar siebenstelligen Etat munkelt man bezüglich der Rostock Seawolves. Feststeht, dass an der Ostseeküste seit Jahren tolle Arbeit geleistet wird und es gelingt, regelmäßig über 2000 Zuschauer zum ProB-Basketball zu locken.

Allein sportlich ging es bislang noch nicht in gleich großen Schritten voran. Ändern soll dies Ex-Herzöge-Trainer Ralf Rehberger mit einem Team namhafter und (mindestens) ProB-erfahrener Spieler. Nahezu alle Akteure des runderneuerten Kaders haben bereits an anderen ProB-Standorten bewiesen, dass sie auf diesem Niveau herausragende Leistungen zeigen können und bestätigten dies gleich am ersten Spieltag mit einem Auswärtssieg in Bochum, von wo sie nach dem 72:67 am vergangenen Wochenende zum ersten Mal siegreich die Heimreise antreten konnten.

Ziemlich sicher einen der Königstransfer des Sommers konnten die Artland Dragons landen. Galt es in den letzten beiden Jahren nach dem Rückzug aus der 1. Bundesliga nicht, die hohen Erwartungen des erfolgsverwöhnten Umfelds zu erfüllen, soll jetzt endlich der Aufstieg in die ProA her. Eine Schlüsselrolle kommt dabei Pierre Bland zu. Der US-Guard, der viele Jahre für Lok Bernau die Sneakers schnürte gilt als Aufbauspieler als eierlegende Wollmilchsau, der – ähnlich wie bei den Herzögen Demetrius Ward – sowohl stark punkten und rebounden, aber auch seine Mitspieler in Szene setzen kann. Nicht ganz so prominent besetzt wie Rostock zählen die Artländer unter dem Trainerduo Florian Hartenstein und Christian Greve auf neu entdeckten Teambasketball. Mit dabei ist auch Noah Westerhaus, der nach seinem Jahr in Wolfenbüttel und mehreren Jahren Abwesenheit nun wieder in der Heimat auf Korbjagd geht. Zum Saisonauftakt gab es jedoch direkt einen ersten Dämpfer, denn mit einer Heimniederlage (80:89 gegen Rist Wedel) hatten im Artland wohl nur die wenigsten gerechnet.

Die Herausforderer: Hinter den beiden Topfavoriten gibt es eine ganze Reihe Mannschaften, die in der jüngeren Vergangenheit bereits bewiesen haben, dass sie in der ProB für Furore sorgen können. Abzuwarten bleibt wie sich die ETB Wohnbau Baskets aus Essen in der ProB zurechtfinden. Nach vielen Jahren in der ProA geht die Blickrichtung zumindest mittelfristig sicher wieder in höhere Gefilde, ein souveränes 81:70 am ersten Spieltag in Oldenburg ist für die Konkurrenz schon ein Fingerzeig, dass mit den ETBern zu rechnen sein wird.

Das Potenzial dazu gibt es sicher auch beim FC Schalke 04. Die vom Hauptverein unterstützten Knappen-Basketballer um Trainer-Routinier Raffi Wilder werden mit dem Abstieg sehr wahrscheinlich nichts zu tun haben – zu einem „Basketball-Großangriff“ ähnlich dem des FC Bayern München hat man sich in Gelsenkirchen jedoch noch nicht durchringen können. Wer jedoch in Itzehoe mit elf Punkten Differenz gewinnt (88:77), der dürfte am Ende der Hauptrunde in der oberen Tabellenhälfte zu finden sein.

Denn die Itzehoe Eagles präsentieren sich wie gewohnt breit aufgestellt. Der erste Heimspielgegner der MTV Herzöge (30.09., 15:30 Uhr in der Lindenhalle) wird weiterhin von Trainer Pat Elzie angeführt und über einen starken Kader verfügen – zumindest bei der gerade erst wieder verpflichteten „Double-Double-Maschine“ Kaimyn Ryan Pruitt-Smoot müssen sich die Gegner warm anziehen, auch wenn es bei ihm zum Auftakt gegen den FC Schalke mit nur sechs Punkten noch etwas hakte.

Für Aufsehen sorgten in der letzten Saison auch die AstroStars Bochum. Mit neuem Namenssponsor gehen sie nun als „VfL Sparkassen AstroStars Bochum“ an den Start und wollen an die starke Vorsaison anknüpfen als sie in den Play-Offs Hauptrundenmeister Bernau aus dem Rennen warfen. Die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht, konnten doch zahlreiche Leistungsträger gehalten werden.

Schwer werden dürfte es für den RSV Eintracht. Die sportlich abgestiegenen Brandenburger dürften sich jedoch in der Rolle des Underdogs gefallen und gerne unterschätzt werden. Dass sie wie um ihre Chance kämpfen werden, haben die MTV Herzöge bekanntermaßen direkt am ersten Spieltag erfahren müssen.

Die Farmteams: Einen großen Block im Teilnehmerfeld nehmen die sogenannten „Farmteams“ ein, also Mannschaften, die - genau wie die MTV Herzöge - über eine Kooperation mit einem klassenhöheren Club verfügen.

Einen Bombenstart legte dabei zuletzt Lok Bernau hin. Im ersten Jahr der Kooperation mit ALBA Berlin fuhren die Brandenburger direkt die Hauptrundenmeisterschaft der ProB Nord ein und profitierten dabei von einer gelungenen Mischung aus großen Talenten, guten US-Amerikanern und etablierten Veteranen wie Robert Kulawick. Im zweiten Jahr muss sich zeigen, wie stark die Barnimer auch ohne Pierre Bland sind, der zumindest in den entscheidenden Phasen in der jüngeren Vergangenheit oft den Unterschied ausmachte. Zum Saisonauftakt gelang ein 68:58 in Cuxhaven.

Traditionell oben mit dabei ist auch die Baskets-Akademie Weser-Ems/OTB aus Oldenburg und es wäre sehr überraschend, wenn sich daran etwas ändern würde, zumal Trainer Artur Gacaev weiterhin auf Ex-Nationalspieler Philip Zwiener und zahlreiche hochkarätige Talente in seinem Kader zählen kann.

Mit den Hamburg Tower „nur“ auf einen Kooperationspartner aus der ProA zurückgreifen kann der SC Rist Wedel. Dafür gehören zur Mannschaft aus Schleswig-Holstein gleich mehrere Routiniers, die genau wissen, wie es in der ProB zugeht. Auf den ersten Blick präsentieren sich die „Rister“ stärker als in der Vorsaison, wo es auch schon zum Sprung in die Play-Offs reichte. Mit dem Sieg im Artland setzten sie direkt am ersten Spieltag eine erste Duftmarke.

Zurück auf Bundesligaebene ist Cuxhaven. Den als Rot-Weiss Cuxhaven aufgestiegenen und nun als Cuxhaven Baskets (nicht verwandt mit den ehemals in der ProA spielenden Cuxhaven BasCats) antretenden Nordlichtern kommt dabei eine neu ins Leben gerufene Kooperation mit den Eisbären Bremerhaven zugute. Diese sollte dafür sorgen, dass auch die Cuxhavener mit einer gelungenen Mischung aus jung und alt antreten werden und es in diesem Jahr nicht wie in der jüngeren Vergangenheit eine Mannschaft gibt, die vom ersten Spieltag an abfällt – für Spannung ist also gesorgt!

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